Das Festival entstand 2016 aus einer einfachen und zugleich kraftvollen Idee: der Erde, ihren Pflanzen und dem überlieferten Wissen, das sie seit jeher begleitet, eine Stimme zu geben.

Ein Traum, den Mariagrazia Marchesi hegte – mit dem Wunsch, den Reichtum der botanischen Biodiversität des Tals greifbar zu machen und die Kultur der Wildkräuter zu erzählen, indem Tradition, Wissen und Kreativität miteinander verwoben werden.

Von Beginn an fand dieser Traum wertvolle Verbündete. Giovanni Ruatti, damals Kulturvermittler im Valposchiavo, glaubte an das Projekt und unterstützte dessen Entwicklung mit Begeisterung und Engagement. Kurz darauf schenkte die herzliche Gastfreundschaft von Claudia Lazzarini dem Festival ein Zuhause: ein grosses, rundes Zelt, eingebettet in die Natur des Betriebs Azienda Al Canton – ein symbolischer Ort der Begegnung und des Austauschs.

Im Jahr 2017 wurde das Festival erstmals Realität.
Seitdem ist es Jahr für Jahr gewachsen – dank der Energie einer engagierten Gemeinschaft von Freiwilligen, der Unterstützung des Tourismusbüros sowie der Zusammenarbeit mit Gastronominnen und Gastronomen, Produzentinnen und Produzenten, Lehrpersonen, Animatorinnen, Animatoren und Kindern. Unterschiedliche Hände, vereint durch dasselbe Anliegen: sich um das zu kümmern, was spontan wächst.

Das Herz des Festivals war stets die tiefe Verbundenheit mit dem Gebiet: Wildkräuter erkennen lernen, sie respektvoll sammeln und in Nahrung, Wissen und Staunen verwandeln. Spaziergänge, Workshops, Begegnungen, Degustationen und gesellige Momente werden so zu einer Einladung, das Tempo zu drosseln, genauer hinzuschauen und vergessene Aromen sowie altes Wissen neu zu entdecken – erstaunlich aktuell auch heute noch.

Heute ist das Festival weit mehr als eine Veranstaltung: Es ist ein immersives Erlebnis, das Biodiversität, eine natürliche und nachhaltige Küche sowie den Wert des Teilens feiert.
Ein authentischer Weg zurück zur Natur – und zu uns selbst.